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Kitaalltag unter Pandemiebedingungen

Seit dem 29. Juni 2020 hat unsere Kindertagesstätte wieder für alle Kinder geöffnet. Die Kinder sind ein ganzes Stück gewachsen und natürlich hatten sie viel zu erzählen, was sie alles während der Zeit zu Hause erlebt und gelernt haben. Allerdings ist der Alltag ein bisschen anders als die Kinder es gewohnt waren. Ab sofort sind wir in drei feste Gruppen eingeteilt, die sich auf feste Räume verteilen und sich nicht begegnen oder sich durchmischen. Die Erzieherinnen und Erzieher müssen einen Mundschutz und auch oft Handschuhe tragen. In einem Projekt haben die Kinder Überlegungen anstellen dürfen, warum die Masken so wichtig sind und was es für verschiedene Maskenarten gibt. Mit einer Wassersprühflasche durften die Kinder sogar die verschiedenen Maskenarten auf Dichtheit überprüfen. Mit den Kindern haben wir natürlich nochmals alle neuen Regelungen besprochen. Viele von den Kindern wussten schon ganz viel über den Coronavirus und was man alles beachten muss. Dass man zum Beispiel nur in die Ellenbeuge niesen oder hustet und nicht in die Handfläche, war den meisten schon bewusst. Sehr gut! Indem wir den Kindern als Experiment etwas Glitzer auf die Handfläche gegeben haben, der stellvertretend für den Virus und Bakterien auf der Hand dienen sollte, wurde den Kindern sichtbar gemacht, wie schnell und wo überall sich die Glitzerviren verteilen können. In diesem Zuge wurde auch nochmals richtiges Händewaschen geübt, denn ab sofort heißt die erste Aufgabe sobald man in der Kita ankommt: Hände waschen und dabei zwei Mal „Happy Birthday“ summen oder sprechen. Denn Singen in geschlossenen Räumen ist auch nicht im Sinne der Coronaregeln. Dafür Singen wir im Garten umso mehr und lauter.  Auch Bewegungsangebote finden momentan nur draußen statt. Da der Coronavirus mit bloßem Auge nicht zu sehen ist, durften die Kinder den Coronavirus so malen, wie sie sich ihn vorstellen. Anschließend wurde den Kindern eine starke Vergrößerung des Virus gezeigt. Mit Styroporkugeln und Wattestäbchen durften sie dann ihren eigenen Virus basteln und mit nach Hause nehmen. Man muss in dieser Zeit eben ein wenig kreativ werden und sich Alternativen für Angebote und Alltagssituationen überlegen, um mit Kindern die Maßnahmen einhalten zu können. Mittlerweile haben sich die Kinder und Eltern – die aus Schutzmaßnahmen die Einrichtung momentan nicht betreten dürfen – an die aktuelle Situation gewöhnt.